Franz Basdera

Der Wiener Maler, Grafiker und Designer Prof. Franz Basdera zählt zu den bekanntesten Popartkünstlern Österreichs. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine einzigartige humorvolle Handschrift aus.

Erste Erfolge am Wirtshausblock

„Mein erstes Werk habe ich mit vier Jahren auf einem Wirtshausblock gemalt. Es war ein Manderl, das um die Ecke schaut. Und ich bekam dafür mein erstes Honorar, nämlich ein Himbeerwasser“, erzählt Basdera schmunzelnd. Die Schulzeit hat den gebürtigen Wiener aus künstlerischer Sicht kaum weitergebracht. „Sagen wir es so: Ich habe nix dazugelernt, aber auch nix verloren.“ Sein Interesse für die Malerei entdeckte Franz Basdera erst wieder mit 18 Jahren.

Hochzeitsreise als Start der Künstlerkarriere

Auf der Hochzeitsreise in Italien entdeckte die Frau des Künstlers ein Gemälde, das diese unbedingt haben wollte. Ein Ankauf war aber nicht möglich. „Und so habe ich zu ihr gesagt: Du, ich male dir das Bild“, erinnert sich Basdera. Zuhause machte er sich ans Werk und malte das Frauenporträt. Für den Künstler war dies der Auslöser sich intensiver mit der Malerei zu beschäftigen.

Basdera als Autodidakt

Franz Basdera, der zuerst als Autodidakt und später als Schüler an der Wiener Kunstschule unter den Professoren Dr. Pusak und Dr. Martinz seine ganz eigene künstlerische Sprache entwickelte, hat auch im Bereich Werbung und Produktdesign neue Impulse gesetzt.

Zyklus Werden-Sein-Vergehen

In den frühen 1970er-Jahren wurden die Arbeiten von Franz Basdera bereits auf Kunstmessen und in diversen Galerien präsentiert. Stets im Fokus seiner Arbeiten ist der Zyklus Werden-Sein-Vergehen, der sich mit der Geburt, der Sexualität und dem Tod auseinandersetzt.

Basderas KUHle KUHnst und Popart

Im Rahmen des Projektes "KUHle KUHnst" entstanden Basderas bunte Kühe. Die bunten und phantasievoll gestalteten Kühe und Figuren zieren inzwischen Verpackungen (Salzburgmilch), aber auch ganze Hausfassaden.

smart Art

Besonders bekannt sind jene Grafiken, die Basdera für Mercedes gestaltet hat. Seine „smart Art“ kommt heute noch zum Einsatz, wenn es um den kleinsten Sprössling aus der Mercedes-Modellpalette geht. Mehrere Ausstellungen, darunter in Deutschland und Spanien, machten Basdera auch weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Daneben wurden seine Arbeiten bereits von der Republik Österreich, der Gemeinde Wien sowie von zahlreichen Privatpersonen angekauft.

Atelier in der Neubaugasse

In seinem Atelier in der Neubaugasse in Wien entstehen aber noch ganz andere Geistesblitze, wie seine legendären Strichmännchen. „Diese haben mit Zeichnungen im klassischen Sinn nichts gemeinsam“, erzählt Basdera. „Sie entziehen sich daher jedem Vergleich mit der so genannten etablierten Kunst.“

Strichmännchen mit niedrigem Handicap

Basderas neuestes Projekt bringt seine „Strichmännchen“ in die Welt des grünen Sports. Im Basdera Golfshop (www.basdera-golfshop.at) bietet der Künstler ungewöhnliche Golfaccessoires an. Im Vorfeld waren dazu einige Recherchen nötig, da Basdera selbst nicht aktiv Golf spielt. In Golfgeschäften informierte er sich über Ausstattung und Kleidungsstil der Golfer, die er in seinen Strichmännchen liebevoll zitiert. „Ich versuche nicht die Natur nachzuahmen. In meinen Arbeiten gehe ich von einer vereinfachten Sicht auf die Dinge aus“, erklärt Basdera seine künstlerische Sichtweise.